Generationsbrücke Deutschland

Eine Brücke zwischen den Generationen  -                                                nun auch im Landkreis Schaumburg

Der demographische Wandel ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen, vor der wir in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten stehen. Immer mehr alten und damit auch pflegebedürftigen Menschen steht eine zunehmend kleinere Anzahl von Kindern und Jugendlichen gegenüber. Zudem haben sich durch die Institutionalisierung der Betreuung von Alt und Jung die Begegnungsmöglichkeiten verringert.

Als erstes generationenverbindendes Sozialunternehmen Deutschlands initiiert die Generationsbrücke Deutschland deshalb regelmäßige langfristige und gut vorbereitete Begegnungen zwischen alten pflegebedürftigen und jungen Menschen. Durch Fortbildung mit Vernetzung und Beratung befähigt sie bundesweit Altenpflegeeinrichtungen sowie Kindertagesstätten und Schulen, bereichernde intergenerative Begegnungen nach dem Generationsbrücke-Konzept zu realisieren. Damit leistet sie einen Beitrag zum bewussteren gesellschaftlichen Zusammenleben der Generationen.

Das Konzept der Generationsbrücke ist fundiert und hat sich in der Praxis bewährt. Der Brückenschlag zwischen den Generationen gelingt durch gemeinsames Singen, Spielen, Basteln und Erzählen. Das Konzept ist auf Nachhaltigkeit und wachsende persönliche Beziehungen zwischen den jungen Teilnehmern und ihren neuen alten Freunden ausgerichtet. Für ein gutes Gelingen der Begegnungen steht die Generationsbrücke auf fünf Grundpfeilern, die sie von nur sporadisch stattfindenden „Kindergartenvorsingbesuchen" deutlich abhebt:

1. Altersgerechte Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen (in der Kita oder Schule vor der ersten Begegnung)

2. Regelmäßigkeit und Langfristigkeit (ein Schuljahr lang kommen die Kinder im monatlichen oder vierzehntägigen Rhythmus zu Besuch im Altenpflegeheim)

3. Feste Partnerschaft in fester Gruppe (die Kinder kommen in einer Gruppe von 6 – 12 Kindern zu Besuch einer gleich großen Bewohnergruppe, wobei jedes Kind ein/e feste/n Bewohnerpartner/in hat

4. Aktives MITeinander (die Kinder machen nichts FÜR die Bewohner sondern MIT ihnen: es geht immer um gemeinsame Aktivitäten)

5. Strukturierte und ritualisierte Begegnungen (die beiden Generationen Sicherheit, Vertrautheit und Geborgenheit bieten)

Bei der Generationsbrücke gewinnen beide Generationen: Jung und Alt erleben bei den Begegnungen gegenseitige Wertschätzung, Verbundenheit und Freude. Die Kinder und Jugendlichen erfahren Aufmerksamkeit und Herzenswärme. Sie profitieren von der Lebenserfahrung der älteren Generation. In den Begegnungen können sie ihre Sozialkompetenz weiterentwickeln. Darüber hinaus lernen sie Pflegebedürftigkeit, Demenz und Tod als Bestandteile des Lebens kennen. Die alten Menschen erhalten Zuwendung und Anerkennung. Durch die ansteckende Lebendigkeit ihrer jungen Besucher erleben sie eine besondere Abwechslung im Heimalltag. Die Begegnungen ermöglichen gleichzeitig eine stärkere Integration in die Gesellschaft.

Die Bürgerstiftung Schaumburg hat das Projekt „Generationsbrücke Deutschland“ in 2017 im Landkreis Schaumburg initiiert. Folgende Einrichtungen nehmen als Tandem daran teil:

Tandem 1: MediCare Seniorenresidenz „Schäferhof“ im Auetal und das Familienzentrum Rolfshagen

Tandem 2: Kreisaltenzentrum Helpsen und die Integrative Kindertagesstätte Bergkrug in Seggebruch

Tandem 3: Haus „Kurt Partzsch“ und die Grundschule Im Petzer Feld in Bückeburg

Tandem 4: Kreisaltenzentrum Stadthagen und der Städtische Kindergarten Herminenstift in Stadthagen 

Weitere Informationen finden Sie unter www.generationsbruecke-deutschland.de oder sprechen Sie uns direkt an.

 

GBD-Presse_21-06-2019

 

Im Mai 2019 hat die "Generationsbrücke Deutschland" ihr 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Presseartikel Focus vom 22.05.2019