Stifterforum 2014

Am 27. Mai 2014 fand das 9. Stifterforum im Le-Theule-Saal des Ratskellers in Bückeburg statt. Die Stifterinnen und Stifter werden alljährlich zum Stifterforum eingeladen; Vorstand und Stiftungsrat berichten über die Arbeit des zurückliegenden Jahres und präsentieren den Jahresbericht der Bürgerstiftung. Regelmäßig stellen Vertreter von geförderten Gruppen und Vereinen beispielhaft  Arbeiten und Projekte vor, die mit Hilfe der Stiftung realisiert werden konnten.

 

Stiftungsratsvorsitzender Gebhard Hitzemann begrüsste rd. 30 Stifterinnen und Stifter zum alljährlichen Stifterforum. Nach seinen einführenden Worten über die Entwicklung der Stiftung allgemein und einem kurzen Rückblick auf die Gründungsversammlung an gleicher Stelle im Jahre 2004 ging der Vorsitzende des Stiftungsrates auf die Entwicklung der Bürgerstiftungen in Deutschland ein. Rd. 350 Bürgerstiftungen bestehen inzwischen, davon sind 259 Stiftungen - auch die Bürgerstiftung Schaumburg - mit dem Gütesiegel des Arbeitskreises Bürgerstiftungen ausgestattet, d.h., sie erfüllen die als "10 Merkmale einer Bürgerstiftung" bekanntgegebenen Grundsätze des Bundesverbandes für gute Stiftungsarbeit.

Anschliessend ging G. Hitzemann noch auf die jüngste Entwicklung ein; er berichtete, dass die Bürgerstiftung nach einem testamentarischen Vermächtnis im laufenden Jahr eine weitere Treuhandstiftung erhalten wird. Das Vermögen dieser Stiftung wird - abhängig von den Erlösen aus dem Verkauf des  Nachlasses - zwischen 250.000 und 300.000 € liegen.

Im Namen von Stiftungsrat und Vorstand dankte der Stiftungsratsvorsitzende unter dem Beifall der Anwesenden seinem unter den Gästen des Abends sitzenden langjährigen Vorgänger im Amt, Christian Meyer, und Dr. Klaus-Henning Lemme. Beide Herren haben sich von der Gründung an für die Belange der Stiftung engagiert und sind im vergangenen Jahr aus dem Stiftungsrat ausgeschieden.

Landrat Jörg Farr - oberster Repäsentant Schaumburgs und auch Stifter - bestätigte in seinem Grusswort die bisherige Praxis: der Landkreis investiert seit Jahren insbesondere in Schulen und Jugendarbeit finanzielle Mittel über das gesetzlich vorgeschriebene Mass hinaus. Die Förderungen, die gemeinnützige Institutionen wie die Bürgerstiftung Schaumburg leisten, sollen und dürfen nach  den Worten des Landrats nicht dazu genutzt werden, dass die öffentliche Hand ihre Unterstützung einschränkt. Diese Mittel sollen vielmehr ergänzend neben andere Finanzierungsquellen treten und die insgesamt immer noch knappen  Spielräume erweitern.

Der Vorsitzende des Vorstandes, Rolf Watermann, berichtete über  die Stiftungsarbeit und deren Schwerpunkte im vergangenen Jahr. Hervorzuheben ist danach die Erweiterung der Stiftungsbasis: zwölf neue Stifterinnen und Stifter konnten gewonnen werden, sodass die Zahl auf 156 Stifterinnen und Stifter anstieg. Das Stiftungskapital wuchs mit den Beiträgen der neuen Stifter und weiteren Zustiftungen auf jetzt mehr als 500.000 €. Einschliesslich der Treuhandstiftungen beläuft sich das Kapital der Stiftung im zehnten Jahr ihres Bestehens damit auf rd. 3 Mio. €. Mit dieser Entwicklung hatten nach seinen Worten im Gründungsjahr wohl auch kühne Optimisten nicht gerechnet - eine auch im Vergleich mit den weiteren Bürgerstiftungen in Deutschland herausragende Entwicklung und gleichzeitig eine ausgesprochen erfreuliche Bestätigung für die Stiftungsidee.

Schatzmeister Oliver Bruns berichtete zu den im Jahresbericht veröffentlichten Zahlen für das vergangene Jahr und erläuterte die wesentlichen Positionen von Bilanz und Erfolgsrechnung. Er schloss seine Ausführungen im Hinblick auf das anhaltend niedrige Zinsniveau am Kapitalmarkt mit dem Hinweis auf das Kapitalerhaltungsgebot: Sicherheit in der Anlage des der Stiftung anvertrauten Vermögens steht an oberster Stelle.

Nach dem Bericht des Vorstandes schilderte Christine Holitzner-Bade vom Palliativ-Netzwerk Schaumburg e.V. die Aufgaben, die die für diesen gemeinnützigen Verein tätigen Ehrenamtlichen erfüllen. Beratung von Betroffenen und deren Familien,

Koordination von Aufgaben und Einsätzen der verschiedensten Akteure in diesem schwierigen Aufgabenfeld und die palliativ-spezifische Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählen zu den herausfordernden Aufgaben, die sich der Verein und seine ehrenamtlichen Kräfte zum Ziel gesetzt haben.

Die Bürgerstiftung unterstützte diese Arbeit im vergangenen Jahr: sie leistete einen Zuschuss zu den Personalkosten für eine neue Teilzeitkraft, ohne deren Einsatz die notwendigen Aufgaben in der Organisation der Beratungsstelle nicht mehr zu bewältigen sind.

Christine Holitzner-Bade

Download: Jahresbericht 2013